Wie ich Cellist wurde – ein modernes Märchen

Wie ich Cellist wurde – ein modernes Märchen
Heute spiele ich nicht im Quartett, sondern wie in der Blockflötenstunde als Solist. Diesmal aber nicht mehr gegen den eigenen Willen. Auch sonst hat sich einiges geändert. So glaube ich nun nicht mehr, dass Cellisten stets die feineren Leute sind. Ich kenne Cellisten, die sich auf dem Podium in der Nase bohren und vor Aufregung an solch fürchterlichen Blähungen leiden, dass es von der Bühne bis auf die teuersten Plätze in die erste Reihe stinkt. Cellisten sind auch nur Menschen! Trotzdem hat die Mutter eines durchaus begabten Cellokollegen kürzlich ein Buch veröffentlicht mit dem Titel: “Mein Sohn, das Genie”. Wirklich! Ich habe bis heute nicht verstanden, wie sie das meint.